Diese Seite drucken

Vom Zauber der Rauhnächte

Die Geschichte

Rauhnacht 1

Die geheimnisvolle Zeit, die zwölf Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar werden Rauhnächte genannt und dienen seit jeher als Vorbereitung auf das kommende Jahr. Viel Orakel, Brauchtümer und Erzählungen ranken sich um sie. Symbolisch steht diese Zeit auch für die 12 kommenden Monate des neuen Jahres oder die 12 Sternzeichen.

In der altgermanischen Tradition haben die Rauhnächte ihre Wurzeln und bedeuten Tage des Übergangs. Sie laden dazu ein, das alte Jahr zu verabschieden, Vergangenes loszulassen, Unerledigtes zu klären und Pläne für das kommende Jahr zu schmieden und neue Gedanken anzuregen.

Die Vorbereitung

1.) 13 Wünsche für das kommende Jahr

• Schreiben Sie vor Beginn der Rauhnächte 13 Wünsche auf einen Zettel.
• Überlegen Sie in Ruhe, auf was Sie im kommenden Jahr Ihren Fokus ausrichten möchten.
• Was Ihnen am Herzen liegt, was Sie im kommenden Jahr vervollständigen möchten.
• Für welche Probleme Sie Lösungen suchen.
• Welche Vision möchten Sie in eine Realität verwandeln?

Falten Sie diese 13 Zettel einzeln so, dass der Inhalt verborgen bleibt und geben Sie diese in eine Schachtel oder Säckchen.

2.) Tagebuch führen

Eröffnungs- und Abschlußritual

Es ist wichtig den Anfang und das Ende dieser kraftvollen Zeit zu markieren und in diesem Raum kann sich der Zauber vollständig entfalten. Ihr Bewusstsein richtet seine Aufmerksamkeit auf diese außergewöhnliche Zeit.

Das Ritual für den Beginn der Raunnächte
Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, legen Sie Ihr Tagebuch bereit und schließen Sie die Augen.
Öffnen Sie die Augen, zünden Sie ein Kerzenlicht an und laden Sie die geistigen Helfer ein. Denken Sie an Ihre Wünsche und die aktuellen Fragen und schreiben diese in Ihr Tagebuch.
Bedanken Sie sich bei den Kräften, die Sie begleiten und beschützen. Nehmen das helle Kerzenlicht in sich auf, sodaß es in Ihrem Herzen weiterbrennt. Blasen Sie die Kerze aus.

Das Ritual für alle 12 Rauhnächte

1.) Mögliche Elemente dafür:
- Eine Kerzenlicht anzünden und sich mit dem eigenen Inneren verbinden
- still werden und bewußt atmen
- Fragen zum Tag und zum entsprechenden Monat des kommenden Jahres stellen und der Antwort lauschen.
- Fragen wie: Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was bringt mein Leben fortan zum blühen?
- Verbinden Sie sich mit dem Grundthema des entsprechenden Monats
- Alle Botschaften und die eigenen Erkenntnisse ins Tagebuch notieren.
- Verbinden Sie sich mit dem Grundthema des Tages

2.) Verbrennungsitual

In jeder Rauhnacht, wenn es dämmrig ist und gehen Sie hinaus. Ziehen Sie einen gefalteten Zettel und übergeben Sie den Inhalt an die geistige Welt, indem Sie ihn verbrennen, ohne nachzusehen, welcher der 13 Wünsche dies nun ist. Bleiben Sie still und achten Sie darauf, was Sie nun bewegt. Übergeben Sie die Asche der Erde, bedanken Sie sich bei den Elementen für die Unterstützung. Und so machen Sie das 12 mal.
Am 6. Januar ist nun der letzte Zettel übrig. Nehmen Sie ihn feierlich hervor und lesen Sie den Inhalt. Das ist der Wunsch, um den Sie sich im nächsten Jahr selbst kümmern, wenn er in Erfüllung gehen soll. Um die anderen 12 Wünsche kümmert sich die geistige Welt. Schreiben Sie alle aufkommenden Gedanken in Ihr Tagebuch.

 

Wegbegleiter durch die zwölf Heiligen Nächte

 

Erste Rauhnacht 25.12. 1. Weihnachtstag: Januar Stille- Gelassenheit

Zweite Rauhnacht 26.12. 2. Weihnachtstag: Februar Frieden-mit sich im Reinen sein

Dritte Rauhnacht 27.12. März Aufbruch-all das, was wachsen möchte

Vierte Rauhnacht 28.12. Tag der Heiligen April Neugierde-offen für das, was kommen mag

Fünfte Rauhnacht 29.12. Mai Strategie-Überblick gewinnen

Sechste Rauhnacht 30.12 Festtag der heiligen Familie: Juni Aktivität-Kraft der Bewegung

Siebte Rauhnacht 31.12 Silvester Juli Gesellschaft- Freude, Feiern

Achte Rauhnacht 1.1. Neujahrstag: August Fülle-alles ist ausreichend vorhanden

Neunte Rauhnacht 2.1.  September Intuition-den Blick nach innen

Zehnte Rauhnacht 3.1. Oktober Ernte-Früchte erkennen, die aus den gesetzten Samen gewachsen sind

Elfte Rauhnacht 4.1. November Dankbarkeit-die Verbindung mit allem sehen

Zwölfte Rauhnacht 5.1. Tag der Gnade Dezember Weisheit-Altes verabschieden mit dem Wissen, dass alles schon da ist

 

Gelesen 798 mal

Ähnliche Artikel