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NLP Impuls: Rituale sind Anker-Was hat der Nikolaus mit NLP zu tun?

Schon als Kind sind wir mit festen Ritualen, die uns durch das Jahr geführt haben, in Verbindung gekommen. Ein Meilenstein war am 6. Dezember. Das kam der Nikolaus. Wir erinnern uns an die Dramaturgie, die unsere Eltern für uns inszeniert haben. Es wechselte sich die Vorfreude auf den Tag und auf Weihnachten ab mit dem ungewissen Gefühl, was kommt. Oft meldete sich das schlechte Gewissen an ‚Schandtaten‘, die wir das Jahr über gemacht haben. Der kleine Schauer, der damit einhergeht, machte es aufregend.

Rituale durch das Jahr sind im Sinne von NLP Anker:

Was ist ein Anker?
visuelle Anker: Bilder, Symbole, Gegenstände...
auditive Anker: Melodien, Lieder, Stimmen....
kinästhetische Anker: Berührungen, die Qualität der Stoffe, Gefühle ...
olfaktorische Anker: alle Gerüche...
gustatorische Anker: jede Geschmacksrichtung....

Beim Ankern verbinden wir bestimmter Reize mit bestimmten Reaktionen.

Als Grundlage beim Ankern dient die Annahme, dass alle Erfahrungen als ›Gestalten‹ sinnlicher Information repräsentiert werden. Wenn wir z.B. an den Nikolaus denken, so lösen wir die ‚Nikolaus-Strategie‘ aus. Wir sehen den Nikolaus wie damals vor unserem geistigen Auge, hören wieder die Stimme und fühlen genau das, was wir früher als Kind gefühlt haben. Riechen den markanten Duft einer Mandarine und schmecken den Nußgeschmack auf unserer Zunge.
Allein das Bild (visueller Anker) eines Nikolauses löst die komplette unbewußt ablaufende Nikolaus-Strategie aus.

Menschen brauchen Rituale.

Sie erleichtern das Zusammenleben. Immer wiederkehrende Abläufe geben dem Leben Struktur, schenken Geborgenheit und Halt und stärken Ich- und Wir-Gefühl. Lange Zeit jedoch wurden Rituale mit überholten Traditionen und starren Regeln gleichgesetzt.

Was genau ist ein Ritual?

Auf jeden Fall etwas, was Sie regelmäßig wiederholen, Das Ritual trägt immer ein Alltagskleid. Das Morgenritual z.B. ist der Gang zur Kaffeemaschine, Zeitung holen, das Zurechtmachen im Badezimmer, dann ankleiden und dann das Frühstücken und genüßlich die Zeitung lesen.

Problematisch werden Rituale allerdings, wenn sie unter allen Umständen eingehalten werden, egal was rundherum passiert. Rituale können auch zwanghaft werden und kann im Alltag hinderlich sein. Dann wird der Mensch von ihnen und verliert die freie Wahl seiner Entscheidung: Wenn ich nicht morgens meine Tasse Kaffee trinke, kann ich nicht arbeiten.
Ist es nicht so, daß wir versunken in unser tägliches Leben den Bezug zu Ritualen in unserer Gesellschaft verlieren. Doch hier können für den täglichen Bedarf wertvolle Handlungsimpulse liegen.

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