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Cornelia Siegmann 

   

Ihr NLP Coach für eindeutige Kommunikation
Strategien für Erfolg, Freiheit und Glück. 

     

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Generation Z und der Abi Ball

 

Der feine Unterschied: Junge Milde
Abi.... Was? Abi Ball?
Wer einem Teenager so kommt, hat schon verloren. Im schlimmsten Fall schleudert die junge Dame oder der junge Herr dem unbedarften Frager das aktuelle Modeschimpfwort: „Du Ekliger“ an den Kopf.

Nicht nur Moden ändern sich auch Sitten und Benehmen. Was als cool gilt, entscheiden sowieso andere. Nie Eltern. Ziemlich oft kommen Trends von jenseits des großen Teichs. Aus den USA. So wird beispielsweise statt dem Reformationstag oder dem Abend vor Allerheiligen lieber Halloween gefeiert. Und zum Erntedankfest wird cool Thanksgiving gesagt. Schlaue Menschen klagen nicht darüber; sie nutzen die (Des-) Orientierung. Breitling am Marktplatz in Stuttgart- Mode für den Herrn-hat seine Fassade damit in Szene gesetzt: „ Geschafft! Abi-Ball 2016!“
Man spreche so die Kunden von morgen an, heißt es im Modehaus. Und man setze so sehr gerne auf den Ami-Abi-Trend. Clever, wie Stuttgarter Händler eben sind, nutzen sie gleich noch eine 2. Entwicklung: Er rennt ihr blind hinter her. Weil die jungen Damen in Abendgarderobe kommen, wollen die Jungs im Anzug zum Ball. Von wegen lockere Sause in Jeans und Hemd. Große Oper in Schlips und Kragen.
„Heiraten kann man zweimal, Abi-Ball hat man nur einmal im Leben“, sagen die Abiturienten heute und lassen locker 300 Euro für ihr Outfit liegen.
Sponsered by Daddy, versteht sich.
Im US-Streifen „American Pie“ versucht Teenager Jim mit aller Macht seine Jungfräulichkeit zu verlieren.
Was vor 15 Jahren als weltweites Pop-Kultur-Phänomen gehypt wurde, ist heute keine Thema mehr. Abi-Ball hat nichts Anrüchiges mehr, nichts Revolutionäres. Keiner scheint mehr Che Guevara zu kennen. Und keiner scheint so realistisch zu sein, vom Unmöglichen zu träumen.
Abi-Ball ist heute eher Langeweile auf hohem Niveau. Spießig. Bürgerlich. Tugendhaft. Rock’n Roll? Vielleicht zur vorgerückten Stunde in einem Club der Stadt. Aber auf dem Ball wird standesgemäß getanzt. Eins, zwei, Wiegeschritt.
Wo sind wir gelandet, wenn Junge Wilde plötzlich im Mainstream ersaufen? Weil’s kaum zu verstehen ist, haben Statistiker des Sinusinstituts nach Antworten gesucht. Ein paar davon lauten: Die Jugend liebt es traditionell. Das Abitur sei für die Schüler so ein wichtiger Schritt. Nach all dem Turbo-Streß fühlen sie sich in der sicheren Mitte angekommen. Die digital geschönte Welt auf Snapchats, der Druck und die Sucht nach der perfekten Inszenierung haben die Jungen offenbar auf dieses Gleis gesetzt. Wir können auch sagen, Die Erwachsenen haben sie auf das Gleis gesetzt.
Und wer jetzt an das aktuelle Mode-Schimpfwort denkt, dem sei verziehen.

Ein kurzer Überblick: Generation Z
Geburtsjahre: 1996-?
Altersgruppe: 19 Jahre und jünger
Prägende Jahre: 2007-?
Prägende Einflüsse: Wirtschafts- und Finanzkrise, Arabischer Frühling, Smartphone, Kronprinz-Kindheit
Typische Eigenschaften: realistisch, hypervernetzt, egozentrisch
Werte: Erfüllung, Informationsfreiheit, Sicherheit, Stabilität, Tradition

Quelle: Stuttgarter Nachrichten 28.6.2016 von Martin Haar

 

 

 

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